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Auf den Punkt gebracht

8. Juli 2010

Meine Motivation meinen Blog weiterhin mit Leben zu fuellen ist nicht mehr sehr gross. Das haben bestimmt schon Einige meiner fleissigen Leser mitbekommen. Ich weiss nicht, woran es liegt, aber da ich in vier Wochen schon wieder auf deutschem Boden stehe, denke ich mir bei allen interessanten Sachen, ueber die ich noch schreiben koennte – das kann doch noch warten.

Die WM konnte ich ganz gut mir verfolgen, ausser das Match von gestern. Da ich sowieso kein Wochenende mehr in Chickballapur verbringe, sondern die restliche freie Zeit in Bangalore oder in Ooty mit Freunden und Partys verbringe, hatten wir immer einen Grund, uns zu sehen. Heute war ich ein bisschen depressiv – immerhin wurden unsere Hoffnungen mal wieder von den Spaniern zerstoert, aber ein Kind in meiner Schule zeigte eine so unerschuetterliche Liebe fuer Deutschland, da musste ich fast weinen.

Pushpa mit Deutschlandfarben

Die drei Punkte zwischen den Augen sind so indisch wie Huehnchencurry und Unpuenktlichkeit. Dass es in Deutschlandfarben kommt, ist eher ungewoehnlich. Andere Formen sind unter anderem:

ManojSathvikaMamtha

Der Punkt, in Indien gemeinhin als Tschukee bekannt, wird meist von Hindus getragen und kann, muss aber keine religioese Bedeutung haben. Muslime lehnen den Punkt strikt ab, waehrend einer meiner christlichen Tanten auch mal einen getragen hat. Einfach, weil ihn meine Freunde vermissen wuerden, nicht weil ich an Shiva oder Ganesha glaube, erklaerte sie mir.

Bei Frauen oder Maedchen ist der Punkt meist eher ein schmueckendes Detail, der kunstvoll gemalt oder auch als Metall angeklebt wird. Eine bestimmte Zeichnung zwischen den Augen kann aber auch Kaste oder einen Gott anzeigen, den man besonders in den Mittelpunkt seines geistigen Lebens stellen will. Die Jungs tragen bei mir meistens einen roten Punkt, einfach nur als Pulver an die Haut gedrueckt, manchmal auch noch mit ein bisschen Kreide drueber. Der rote Punkt, so jedenfalls die Lehrer, kann fuer den Gott des guten Gelingens, Ganesha stehen, der mit seinem Elephantenkopf sehr leicht zu erkennen ist oder fuer Raja Rajeshwari, wer immer auch das sein mag. Shiva-Verehrer malen sich einen Speer auf die Stirn, waehrend sich Rama-Anhaenger einen fetten Strich vom Haaransatz bis zu den Augenbrauchen pinseln.

Dass Witwen einen scharzen Punkt tragen muessen, und verheiratete Frauen einen roten, ist uebrigens ein Geruecht.

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